Was der Himmel erlaubt


Hachja, die 50er…

…die Musik, die Farben und die Kleider! Alles und Jeder wirkt so unbekümmert und Mütter kann man kaum von Töchtern unterscheiden. Doch „Was der Himmel erlaubt“ hat mehr zu bieten: Scharfe Kritik an den Oberflächlichkeiten der 50er Jahre Gesellschaft. Der Film zeigt die freundlichen und hübsch gekleideten Damen wie sie anscheinend allzuoft in der Realität waren: arrogante und intrigante Lästerbiester. Denn als sich die gutgestellte Witwe Cary in den Gärtner Ron (Rock Hudson) verliebt, schauen ihre vermeintlichen Freundinnen und sogar ihre Kinder auf sie herab.

Cary wird verachtet und Lästereien verbreiten sich innerhalb kürzester Zeit in der „High Society“. Dabei bemüht sich Cary sehr Ron in ihrem Gesellschaftskreis einzugliedern, in der Hoffnung, dass jegliche Vorurteile vergessen werden sobald sie ihn erst einmal kennenlernen.
Doch sind diese Bemühungen vergebens. Schließlich knickt Cary unter dem enormen Druck ein und trennt sich von Ron. Nach ein bisschen hin und her und einem verunglückten und verletzten Ron kommt Cary letzendlich doch zur Einsicht, dass es vollkommen egal ist was die Anderen von einem denken, solange man selbst damit zufrieden und glücklich ist. Sie eilt zu Ron in seine Mühle und während ein Rehlein durchs Fenster blickt, verkündet sie, dass sie nach Hause gekommen ist.

Von Bambi und Ursula

Der Unterschied der zwei Gesellschaften wird deutlich anhand deren Lebensumgebungen: Ron ist ein echter Naturbursche, der sogar eine eigene Baumschule besitzt und für Cary seine alte Mühle renoviert. (Selbstständig und Grundeigentümer, klingt doch gar nicht mal schlecht!?) In seinem Freundeskreis wird ausgelassen gefeiert, getanzt und herzhaft gelacht. Umgeben von der Natur, wirkt Rons Welt so harmonisch, dass nur noch Klopfer und Blume fehlen um dies abzurunden.
Im Freundeskreis von Cary hingegen ist es alles andere als rosig. Verloren in den Fangarmen von Klatsch und Tratsch gibt es für sie nicht viel zu Lachen. Oberflächlichkeiten stehen bei Konversationen im Vordergrund und wenn gelacht wird, dann ist es ein Gehässiges.

Ohje, die 50er!

„Was der Himmel erlaubt“ zeigt die hässliche Seite der 50er Jahre durch Gegenüberstellung und Überzeichnung der materialistischen und natürlichen Welt. Dabei gibt der Regisseur Douglas Sirk eine klare Aussage ab: „Ein jeder lebe nach seinem Rhythmus, nach der Melodie, die nur er allein vernimmt.“


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