Burn After Reading

Nicht nur Scorsese setzt wie bei “Shutter Island” auf eine Standardbesetzung, auch die Coen-Brüder greifen gerne auf bekannte Gesichter zurück. So war es kein Wunder George Clooney, Frances McDormand und J. K. Simmons in der Krimikomödie “Burn After Reading” zu sehen. Vielleicht ist auch Joel Coen nur deshalb mit Frances McDormand verheiratet, um die talentierte Schauspielerin für seine Filme immer parat zu  haben.

Die Coens kriegen sie alle

Die Story von “Burn After Reading” zusammenzufassen, oder worum es überhaupt allgemein geht, wäre viel zu kompliziert, wenn nicht gar unmöglich. Jedenfalls schaffen es Ethan und Joel Coen (Allround-Talente in Produktion, Regie, Schnitt und dem Verfassen von Drehbüchern) angesehene Schauspieler wie Clooney, Pitt und Malkovich mehr als dämlich darzustellen. George Clooney ist dies schon von den Coen-Filmen “O Brother, Where Art Thou?” und “Ein (un)möglicher Härtefall” gewohnt, wie er in einem Interview bestätigte:

“I’ve done three films with them and they call it my trilogy of idiots”

Trotzdem war es Brad Pitt, der bei mir für die meisten und vorallem unerwarteten Lacher verantwortlich war:

Typisch Coen

“Burn After Reading” konnte finanziell an den Erfolg seines oscarprämierten Vorgängers “No Country for old Men” anschließen und auch McDormands Leistung kam nah an ihre Rolle in “Fargo” ran. Die inhaltliche Daseinsberechtigung ist wie bei manch anderen Coen-Filmen fraglich. Doch trägt “Burn After Reading” die von mir so geliebte Coen-Handschrift “at its best”: Trockener Humor, außergewöhnliche und ausgeprägte Charaktere, sowie erhellende Dialoge, bei denen “Shit” und “Fuck” alles Andere als eine Seltenheit ist. Todesfälle geschehen ohne dramaturgischen Aufbau – direkt und sehr detailliert.

Geschmackssache

Wer Spaß bei Fargo hatte, wird auch mit “Burn After Reading” gut bedient sein. Sicherlich, die Art der Coen-Filme ist sehr speziell und entweder man mag die oftmalige Mischung aus “Film Noir” und schwarzen Humor, oder eben nicht. Doch gerade ihre Andersartigkeit macht die Coens zu Kult:


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