Dead Snow

Die Story: Sechs Medizinstudenten wollen eigentlich einen gemütlichen Kurzurlaub in einer abgelegenen Hütte, tief in den verschneiten Bergen Norwegens, verbringen. Tja, wird wohl nix. Schon bald treffen sie auf einen Mann, der sie vor den Geistern der gefallenen SS-Soldaten warnt, die angeführt von Oberst Herzog Lust nach Blut verspüren. Die nachfolgende Story ist dann ziemlich einfach zusammenzufassen: Schnee, Blut, Schnee, Blut, Blut, noch mehr Blut, Schnee, Eingeweide, Schnee, Blut. Achja, und eine Armee voller Nazi-Zombies nicht zu vergessen.

Schlagendes Argument: Nazi-Zombies

Man könnte über “Dead Snow” sagen, dass die schauspielerische Leistung miserabel war, die Ausarbeitung der Charaktere mehr als nur mäßig und die Liedauswahl lieblos (wenn nicht gar fürchterlich). Man könnte auch ewig so weitermachen. Doch geht es in “Dead Snow” nun mal um Nazi-Zombies und das reißt einfach alles raus. Nazi-Zombies.

Zerschlagende Tatsache: Schlechte Musik

Doch bevor ich die Zombies in ihren adretten SS-Uniformen zu sehr preise, muss ich nochmal die schlechte musikalische Begleitung aufgreifen. Im Trailer wird einem durch “Freude schöner Götterfunken” der ästhetische Zombiefilm vor klinisch weißem Hintergrund so richtig schmackhaft gemacht. Um so größer die Enttäuschung, dass im Film diese mehr als passende Musik für die Angriffsszene unter der allgemeinen schlechten Musikauswahl leiden musste und gar nicht erst vorkam. Allerdings bleibt von Beethovens angepriesener “Ode an die Freude” noch die große Freude am Gemetzel.

Ja, Nazi-Zombies sind unterhaltsam

Das klingt jetzt vielleicht alles etwas negativ, doch “Dead Snow” ist ein sehr unterhaltsamer Film, der sogar in 2009 vier “Scream Awards” Nominierungen, u.a. Best Horror Movie, vorzuweisen hat. Denn dieser offensichtliche Low-Budget-Film aus Norwegen glänzt mit guten Gore und Splatter Effekten, witzigen Klischees, sowie zahlreichen Verweisen zu Horroklassikern. Da darf natürlich der übergewichtige Filmgeek mit einem “Brain Dead” T-Shirt nicht fehlen, die klassische Kettensäge bei der Endschlacht, oder der Spruch “Ich bin gleich wieder da”.

Fazit: Ein echter “Low-Budget”

Während Robert Rodriguez massig Geld ausgegeben hat, um “Planet Terror” im Low-Budget-Flair zu präsentieren, gelingt es dem Regisseur Tommy Wirkola mit sehr viel Authentizität eine Hommage an das klassische Horror Genre zu kreieren, welche eine einfache Nachricht enthält: Nazis sind böse.
Angesiedelt irgendwo zwischen Exploitation-Film, B-Movie und einfacher Horrorkomödie, würde es mich nicht wundern, wenn sich “Dead Snow” zum Horrortrash-Kultfilm entwickelt.


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3 Kommentare

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