Sex and the City 2

“Sex and the City 2″. Zwei Jahre lang musste die Frauenwelt auf den zweiten Teil der Serienverfilmung warten. Auch bei Samantha, Charlotte, Miranda und Carrie sind seit der Hochzeit von Carrie und Big zwei Jahre vergangen. Trotz dem perfekt abgerundeten Ende vom ersten Teil trommelte Michael Patrick King die komplette Besetzung zu einer Fortsetzung zusammen. Doch durch den Abschluss der Carrie-Big-Problematik im ersten Teil, musste die Story im zweiten Teil leiden. Moment… Welche Story denn überhaupt? Es gab irgendwie keine, außer der von 4 besten Freundinnen, die tun was sie schon immer taten, diesmal nur in Abu Dhabi.

Wo der Erste Film mit einer Hochzeit endet, beginnt der Zweite mit einer. Doch vorher wird dem Zuschauer präsentiert, was er in den folgenden 146 Minuten zu erwarten hat: Designerkleidung vom Feinsten. Gleich zu Beginn: *BÄHM* Louboutin. Ok, keine sonderliche Überraschung. Doch der Cameo-Auftritt von Liza Minelli bei der Hochzeit von Stanford und Anthony war eine! Als eine Ikone in der Schwulenszene war ihr Auftritt eigentlich auch nur logisch, aber ich war begeistert! Penelopé Cruz Cameo hätten sie sich nach Lizas großartigen Performance getrost sparen können…
Die glamouröse Hochzeit diente leider nur als kurzes Intro und es stellt sich heraus, dass das Leben der 4 Glamour-Ladies gar nicht mehr so glamourös ist.

Gezwungene Emanzipation

Da kommt die Einladung nach Abu Dhabi von einem arabischen Scheich gerade recht! Wird einem zunächst noch die traumhafte Landschaft gezeigt, bekommt man leider schon bald ein wenig zu viel amerikanische Emanzipation in einer fremden Kultur aufgezwungen. “I am woman” in der Karaokebar zu singen ist ja noch eine Sache, aber das entgeisterte Starren auf eine verhüllte Frau die Pommes isst, oder die Enthüllung der Designer Kleidung unter der Verhüllung der muslimischen Frauen, inklusive eines Bibo-Kleides!? Ich weiß ja nicht… Gewollte Provokation oder Rücksichtslosigkeit und totale Überheblichkeit? Ein fader Beigeschmack ist jedenfalls geblieben.

Wanted: Plot; Reward: Shoes

Viel mehr gibt die “Handlung” dann auch schon nicht mehr her. Ein bisschen Erziehungsprobleme hier, ein bisschen Beziehungsprobleme da. Alleinerziehende Mütter werden von Charlotte und Miranda gewürdigt, und Mr. Big hat sich nach Carries Fremdküssen anscheinend nochmal die gesungenen Worte von Liza Minelli durch den Kopf gehen lassen: “…you should have put a ring on it”.

Doch unter dem Strich bekam ich das was ich wollte. Schuhe! Meine Favoriten: Christian Louboutin Bridget Strass Pumps, die Carrie zu ihrem Dior Kleid trug. Selten so schöne Schuhe zu einem so hässlichen Kleid gesehen. Eine – leider schlechte – Abkupferung gibt es von Dollhouse. Mit gerade Mal 54$ sind die im Gegensatz zu 3.325$ ein richtiger Schnapp aber dafür auch ein ziemlicher Nepp. Ich werde noch ein wenig abwarten und meine ganze Hoffnung auf Bakers setzen. Immerhin hat es bezüglich den Schuhen im ersten Teil auch sehr gut geklappt: Carries Diors für 770$ und meine Bakers für 70$. Liebes Bakers-Team, für mehr als 3.000$ weniger verzichte ich dann auch gerne auf die rote Sohle!
(Nachtrag: Selbst ist die Frau, also nahm ich die Schuhe selbst in die Hand. Heraus kamen diese zwei hübschen schwarzen Plateau-Peep-Toes rechts im Bild, handbesetzt mit etlichen Steinchen. Ich habe mich bewusst gegen die “Dollhouse”-Schuhe entschieden, um eine billige 1 zu 1 Abkupferung zu vermeiden.)

Eine Fortsetzung nur für Fans

Für “Sex and the City”-Fans wird der 2. Teil reichen, mehr aber auch nicht. Mit unangebrachten Szenen im nahen Osten und einer fehlenden Handlung ist er eigentlich nur eine lange Serienfolge und kein Kinofilm. Mit den gewohnten “Sex and the City”-Klamotten kann er allerdings dienen: Hohe Schuhe, teure Kleider, witzige Sprüche und durchtrainierte Männer. Doch diese wären in den amerikanischen Schränken besser aufgehoben.

Der Durst nach Cosmopolitans und das Verlangen nach neuen Schuhen ist jedenfalls wieder erwacht. Auch wenn es finanziell für Louboutins bei mir nicht reicht: Für ein bisschen “Sex and the City”-Flair à la Carrie Bradshaw trage ich bei dem nächsten selbstgekochten Abendessen mit meinem Mr. Big einfach mal meine Lieblings-High-Heels und schaue anschließend, ein Abendkleid tragend, auf dem Sofa den schwarz-weiß Klassiker “Es geschah in einer Nacht”.


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