Zombieland

Schon nach der Anfangssequenz von “Zombieland” war klar: In den nächsten 88 Minuten werde ich Spaß haben. Und das nicht nur, weil es um Zombies geht.

Die Story: Durch einen Virus ist fast die gesamte amerikanische Bevölkerung zu Zombies mutiert. Der übervorsichtige Columbus (Jesse Eisenberg), ein richtiges Weichei, konnte bis jetzt eine Infizierung vermeiden, indem er sich strikt an seine aufgestellten “Überlebensregeln” für Zombieland hält. Doch als er auf der Suche nach seinen Eltern den Draufgänger Tallahassee (Woody Harrelson) trifft, muss er feststellen, dass Regeln dazu da sind um sie zu brechen.

Geregelte Regeln

Die Regeln sind ein wichtiger Bestandteil der Zombie-Komödie aus dem Jahr 2009. Nach und nach bekommt man sie während des Films vorgestellt und jedes mal mit einem passenden Beispiel erläutert. Abhängig von diversen Erfahrungen während der Flucht vor und der Jagd nach Zombies wird die Liste angepasst oder erweitert. Die Regeln:

1. Fitness
2. Doppelt hält besser
3. Vorsicht auf dem Klo
4. Anschnallen
6. Gusseiserne Bratpfannen
7. Reise leicht
8. Such dir einen knallharten Partner
12. Küchentücher parat haben
15. Bowling-Kugeln
17. Spiele (nicht) den Helden
18. Aufwärmen
21. Vermeide Strip-Clubs
22. Sind Zweifel am Start, hab ‘nen Ausweg parat
29. Haltet euch den Rücken frei
31. Überprüfe den Rücksitz
32. Genieße die kleinen Dinge
33. Schweizer Taschenmesser

Queerbeet durch die Filmwelt

Ein weiteres Highlight sind die Referenzen quer durch die Filmwelt und die lustigen Sprüche bezogen auf den heutigen Durchschnitts-Amerikaner.
Von einem Werbeplakat für Emmerichs “2012″ bis hin zu einem Zitat aus “Ein Schweinchen namens Babe” ist Genre-mäßig so ziemlich alles vertreten.
Durch Tallahassees Suche nach Twinkies, wofür er sogar sein Leben auf das Spiel setzt, und mit Sprüchen auf Kosten von Hannah Montana sowie der Facebook-Generation, nimmt “Zombieland” dann auch noch Gesellschaftskritische Züge an.

Augen auf!

Bei “Zombieland” gibt es aber nicht nur was auf die Ohren, sondern auch einiges für die Augen. Die reichlich vorhandenen Special Effects werden großzügig mit blutigen Slowmotions untermalt. Woody Harrelson erreicht eine Coolness wie in “Natural Born Killers” (nur ein wenig lustiger eben). Aber auch Emma Stone (“Superbad”) und Abigail Breslin (“Little Miss Sunshine”) können mit ihrer Schlagfertigkeit überzeugen. 
Doch all das ist nichts gegen den Cameo-Auftritt von Bill Murray, der bis dato der Beste war, den ich gesehen habe. Mit sehr viel Ironie macht er sich über sich selbst lustig. Sei es die Hommage an “Ghostbusters”, oder die Liebeserklärung von Tallahassee, dass er ihn auch in seinen tragischeren Filmen mochte. Wie soll das bei dem geplanten Sequel noch übertroffen werden?

Fazit: Gut gemacht!

Mit schnellem Tempo, beeindruckenden Effekten und etwas mehr Hollywood-Glam, ist “Zombieland” die amerikanische Antwort auf “Shaun of the Dead”. Weniger trocken, aber dafür umso blutiger wird “Zombieland” sicherlich nicht weniger kultig. Da gibt es den Machern von “Zombieland” nur noch eins zu sagen: “Gut gemacht, Schwein!”


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3 Kommentare

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